JUNI.2007

BIS DER STREIT EUCH SCHEIDET
29/06/07



In der heutigen Folge von den Zahnärzten - ORF 1 22:40 Uhr - fliegen etliche Beziehungsfetzen. Mann habe ich das geliebt zu drehen. Nach 20 Ehejahren konnte ich solche Szenen mit geschlossen Augen inszenieren. Enjoy.

BÜHNENHACKLER
28/06/07
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Das war gestern meine Aufgabe, nicht im Weg zu stehen und trotzdem gute Bilder für die Seite hier zu bekommen. Zum Foto oben fällt mir spontan ein Leo macht auf Ingmar Bergman. Die Profifotos von Lukas Beck kommen demnächst. Gestern kamen auch zum ersten Mal unsere Darsteller zusammen. Sie haben sich nicht (außer fürs Foto) zerfleischt, was mir Hoffnung macht, das die Proben im September gut ablaufen werden. Den ganzen Morgen habe ich mir auch den Kopf zerbrochen einen guten Einzeiler "der fährt" für das Stück zu finden, aber ohne Kaffe läuft anscheinend nichts bei mir. Den Oneliner liefer ich nach, jetzt mache ich mir meine hellbraune Droge um den Tag zu überstehen.



Mysterium des Tages. Habe heute in kurzen Abständen von zwei heimischen Produzenten eine nette Email erhalten. Beide bedanken sich bei mir für die Arbeit an zwei Projekten, die nun abgesagt verworfen wurden. Ich denke, wenn ich demnächst meinem Schicksal über den Weg laufe betoniere ich ihm ungefragt eine.Und hier noch die ersten Storyboards für den geplanten Kurzfilm. Werde nicht den ganzen Film vorzeichenen, dazu fehlt leider die Zeit. Zu sehen sind einige (angedachte) Shots aus der "märchenhaften" Openingszene.
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AUF EIN NEUES
27/06/07
Heute habe ich das Fotoshooting für das neue Theaterstück von Fritz und mir. Also die Nachfolge für 4 nach 40. Es wird wieder ein komischer, existenzieller Thriller im klaustrophobischen Umfang. (Alle schweren Worte richtig getippt? Keine Lust den Duden aufzurufen.) Morgen werden hier einige Fotos vom Cast liegen und dann könnt ihr nachsehen, wer den da im Herbst (Premiere am 29. Oktober im Wiener Metropol) so mitspielen wird. Es wird auch überraschen, oder auch nicht. Gleich nach der Premiere stürze ich mich in die Proben für ein anderes Theaterprojekt. Die Ray Cooney Farce Außer Kontrolle hat dann am 31.12.2007 im Wiener Gloria Theater Premiere.

I have done so much, for so little, fo so long, i now qualifield to do anything for nothing. 25/06/07
Am Wochenende war ich auf Locationsuche im burgenländischen Wald nahe der ungarischen Grenze mit einer Hälfte des Produzentenduos, das einen (low budget) Kurzfilm unter meiner Regie produzieren möchte. Mehr Info über das Projekt, wenn es uns auch wirklich gelingt alle Teile (Cast, Kohle, Equipment) zu bekommen. Aber, ich habe ein gutes Gefühl.
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Viele Freunde und Kollegen haben mich nach der Absage unseres Fußballprojektes kontaktiert oder haben kondoliert. Dafür Danke. Da der Stoff und die Scripts beim ORF, beim Produzenten, bei den möglichen Darstellern, bei Testlesern und Freunden sehr gut angekommen sind und es nur am nicht vorhandenen Budget im ORF scheiterte (erzählen Insider), werden wir weiter überlegen, was man aus dem Projekt noch machen kann. Außer einer Serie. Bis dahin schlage ich mich mit Zaubertricks durchs Leben. Gott sei dank hat mir mein Großvater seinen magnetischen Granatsplitter aus Stalingrad hinterlassen. Enjoy Life.
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Nachtrag zum Betrinken aus Frust: Nach der Absage des Serienprojektes hatte ich durchaus für einige Stunden das Bedürfnis mal ungebremst Alkohol in mich laufen zu lassen. Nur nicht so einfach bei einem Antialkoholiker. Nicht nur, das ich etwa 20 Minuten nach einer Weinflasche in diverse Kästen suchen musste um die eine die man immer zu Weihnachten bekommt zu finden, hatte ich am dann natürlich keinen Korkenzieher zu Hause. Dann fand ich, nach nochmals 20 Minuten eine Rotweinflasche die eine die man immer zu Ostern bekommt. Aber die war mit Schraubverschluss. Sicher ein edler Tropfen, der so gesichert wird. Da wollte aber der Verschluss dann nicht aufgehen und drehte (sich) durch. Auch der Einsatz einer Rohrzange half nichts. Nachdem ich etliche Scherze in der Kategorie "Brauchst auch die Nummer von den AA?" von Nachbarn über mich übergehen ließ, hatte ich einen Korkenzieher. Aber keine Lust mehr aufs Trinken. Naja, dann bis zur nächsten Absage da gehe ich dann gleich auswärts saufen.

SCHLUSSPFIFF
21/06/07
So rasch kann es gehen. Man steht auf einem möglichen Schauplatz in einer Kleinstadt am Fußballplatz und plötzlich Handyklingeln. Ein Anruf vom ORF "Sorry Leo, für die Serie gibt es kein Geld!" Sozusagen im Finale gewesen und im Elferschießen draußen. Schade ohne uns Schreibern nahe treten zu wollen denn es war ein verdammt guter Stoff, wie mir viele sagten. Und wer lügt schon in der Fernsehwelt? Acht Monate intensiver Arbeit und übrig bleibt eine kleine Datei (450 MB) und jede Menge Altpapier. Das ist halt immer am unschönen Ende ein wenig unbedankt, denn auch der schlechteste Bauarbeiter hat nach so langer Zeit noch eine Hütte zum herzeigen, wir nicht könnten die Scripten nicht mal auf eBay versteigern. Das war es dann für mich und Fernsehen. Für lange lange lange Zeit, weil ich ohne Netz gearbeitet habe. (Selber schuld, aber manchmal heißt es entweder oder.) Meine letzten 18 Monate beim Fernsehen waren alles andere als rosig. Davon bleibt erstens ein blödes Gefühl. Zuerst das abrupte Ende einer langjährig erarbeiteten Serie, die trotz aller Unkenrufe und Vernichtungsversuche und Ohrfeigen ihre Zuschauer hat(te), und mehr als manch Neues auf dem Gebiet und trotzdem gewinnen am Ende nicht immer die Guten. Erschossen aus den eigenen Reihen. Zweitens die Tatsache, Fernseh Jobs sind nie fair. (Schreibt Euch das hinter die Ohren!) Und drittens Wie gehe ich mit dieser blöden Absage als dummer Antialkoholiker um?

Und da heute auch noch Sommerbeginn ist: Wer immer sich hierher verirrt hat, den wünsche ich einen schönen Sommer und eine bessere Laune.

SEX & BALLS
21/06/07
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Kurz einige Worte, bevor ich zum zweiten Mal in die Provinz düse um mir einen Fußballplatz anzusehen, der als Drehort in Frage kommt. Achtung, es folgt zum xten mal die Phrase obwohl wir noch nicht beauftragt sind, weil es derzeit noch am Budget scheitert. Mein Wissensstand zum Projekt Fußballserie von Robert und Leo: Der Programmdirektor möchte; der Hauptabteilungsleiter möchte; der Redakteur möchte; der Produzent (eh klar) möchte und ich möchte (auch klar). Dazu passend hat mich gestern dieser junge "talentierte" (O-Ton Programmdirektor) Mann, den ich gerne in der Serie als den hitzköpfigen jungen Stürmer sehen würde zurückgerufen, weil er die Scripts gelesen hat. Er kann kicken, lesen und zurückrufen = Idealbesetzung. Er mag die Geschichte, seine Figur und hat sogar herausgefunden: Nicht die (Wort) Wuchtel steht im Vordergrund. Als Gegenzug habe ich ihm versprochen, das die Liebesszene im Script nicht nur platonischer Natur sein wird. Man möchte ja auch Quote und wie Herstellungsleiter Heli schon meinte: Sex und Fußball sind Brot und Spiele fürs Fernsehen. Na dann, her mit der Kohle wir wollen drehen.
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Ich bekenne dass dieser Eintrag ein wenig maskulin riecht.

ALTERSHEIM
17/06/07
Habe gestern von einem mir bekannten und mit ihm noch verkrachten Darsteller die Drohung erhalten, das Schicksal wird es nicht gut mit mir meinen und ich werde mit ihm im gleichen Altersheim im selben Zimmer landen.
(Wir Ich hatten vor einer Zeit eine kleine große Disharmonie mit ihm und wir Bauers sind halt so empfindlich wie Elefanten.)


Ich glaube übrigens nicht das ich so alt werde, damit man mich in ein Heim abschieben kann. Dutzende osteuropäische (illegale) Pflegerinnen sowie meine Töchter werden jetzt erleichtert aufatmen. Dafür rege ich mich einfach (noch) zu oft auf und mein Bluthochdruck quetscht im Sekundentakt das Herz ungesund zusammen. Etwa regte mich gestern beim surfen auf, das manche Leute (und auch noch vom Fach) es nicht schaffen zwischen einer Show und einer Serie zu unterscheiden. Wenn zwei Kabarettisten in einer Show ein loses Mundwerk führen, ist das immer "frech, mutig oder genial." Ist es ganz ganz oft auch.

Aber wenn die zwei dann im Anschluss in einer Serie spielen, erwartet man sie sich dort auch als reine Wuchteldrucker. Und nicht als "erfundene" Charaktere, was sie dort wären. Daran ist auch letztendlich leider die Serie "Mitten im Achten" erstickt. An ihrer Wuchteldichte. Aber eine fiktionale Serie erfodert mehr. Gerade Humor kommt ohne sein Drama nicht aus. Und jede Folge einer Serie braucht eine Geschichte und Gegner der Geschichte und eine Weiterentwicklung der Story. Das nur mit Wuchteln zu machen wäre öd. Aber wie schon mehrmals erwähnt, ein Sendeplatz ist leider kein Wunschkonzert und in Österreich eine humorvolle fiktionale Serie zu drehen ist undankbar. Und was ich nicht mehr hören kann ist, es liegt am Geld und an den heimischen Machern, das bei uns nichts (auch optisch) klappt. Falsch, seit einiger Zeit ist es halt Mode gerade in Foren und Printmedien auf die österreichische Serien und ihre Macher hinzuhauen. Und es gibt unendlich viel "friendly fire." Das ist in Warheit billig, weil manches klappt, manches nicht. Der Weg sollte doch eher sein; machen machen machen - dann klappst auch mit dem Zuschauer.

Übrigens, auf diesem Wege wünsche ich dem mir bekannten und mit ihm noch verkrachten Darsteller auch viel Glück für seine geplante Serie. Unsere ist ja noch immer nicht wirklich beauftragt, obwohl die Zeichen stehen mittlerweile ned so schlecht. Aber vielleicht will man ja mein Herz schonen.

pro
Hatte heute ein "Hey, ich bin ich und wie bist Du?" Date mit den beiden verdammt jungen Produzenten, die mich als Regisseur für ihren ersten Kurzfilm wollen. Nette, unterhaltsame Jungs. Wir haben uns zwar nicht mit Zungekuss verabschiedet, aber unsere Gedanken zum Projekt sind fast ident. Mal ein guter Start. Jetzt wird geschaut ob man für den Thriller legal Geld und Besetzung aufstellen kann, damit wir im Sommer den Streifen in den Kasten auf die Festplatte bringen. Man wird sehen + ich werde berichten.

SCHWEINEBACKE
15/06/07
Wollte heute morgen eigentlich schreiben das wir ich endlich alle 5 Folgen der möglichen Fußballserie abgegeben habe. Das ich heute eigentlich ins Kino wollte, zu einer Pressevorführung von Die Hard 4.0. Danke Günther für die Möglichkeit. Wollte auch einen Backstagebericht über die heutige Folge von "Novotny & Maroudi" tippen.
.nmmit Susa und Peter am Set
Denn es war keine lustige Zeit, gerade diese Folge zu drehen. Headwriter Fritz kann auch ein Lied davon singen. Und wollte auch einen Clip mit Ausschnitten vom Casting des Golfsluders Rikki (Kathrin Beck) zeigen. Wollte auch schreiben das ich unendlich dankbar bin, wenn mich DarstellerInnen vergangener Produktionen zurückrufen weil sie gerne mit mir gearbeitet haben. Und ja, das tun welche. Wollte dann auch noch was über das Ende der Serie "Mitten im Achten" schreiben, für die ich ja 5 Folgen drehen durfte. Wollte ich alles. Aber meine alte Comedy - Dreharbeiten - Kriegsverletzung ist wieder mal da und ich kann leider nicht lange sitzen. "Hallo, habs nicht am Arsch sondern im Kreuz!" Nahm mal bei Dreharbeiten für einen Sketch (für "die kranken schwestern", irgendeiner mit dem Reinhard Nowak, glaub ich) in der Hektik gleich zwei Stufen auf einmal. Das Kreuz war sofort beleidigt und der Sketch war dann natürlich auch schei**e. Sowas tut weder der Bandscheibe noch der Karriere gut. Sorry BesucherIn, für diesen unbefriedigten Eintrag. Hole alles was ich wollte (auch Matura, auch die Welt retten, auch mich mal wieder rasieren) in den nächsten "schmerzfreien" Tagen nach.

PLATZWAHL
13/06/07
svw
Eine Tag lang viele Fußballplätze in Niederösterreich abgefahren. Zwar ist noch nicht entschieden, ob die Serie nun auch "in echt" produziert wird. Aber "sie taugt uns" sagen mir alle Entscheidungsträger. Das ist schön. Deswegen habe ich mich mit Kameramann Robert Dorner auch ohne Auftrag, mal auf die Suche nach einem Spielplatz gemacht. Nicht nur um einen möglichen Drehort zu finden der alles hat was die Scripts verlangen, sondern auch um für das letzte Buch mal einen richtigen Platz vor Augen zu haben. Die Geschichte der letzten Folge ist nun im Ablauf fertig und bis Ende der Woche endgültig am Papier. Nach langen nachdenken, entwerfen und verwerfen  habe ich einen Schluss für die Serie gefunden, der nicht nur nochmals eine unerwartete Wendung bringt, sondern auch der Beginn neuer Geschichten sein könnte. Weil im Verlauf des Schreibens bin ich mit Co Autor Robert Mohor zu dem Schluss gekommen: Die Geschichte des Vereins und der Menschen ist nach fünf Folgen durchaus nicht auserzählt. Weil in den kommenden Folgen könnte man mehr die Ortschaft und das Leben dort mit einbinden. Eine moderne Dorf/Landserie hat es schon lange nicht mehr gegeben und würde uns reizen. Und meinen favorisierten Drehort samt Platz habe ich gestern auch gesichtet. So gesehen positiv und jetzt hoffen wir auf eine klare Entscheidung in den nächsten Tagen.

Und für mich gilt es in den nächsten Tagen zu klären, wie schaut eigentlich mein Plan B aus? Aber vielleicht wird es ja für uns noch ein Sommermärchen. Enjoy.

SEXY LEHRKÖRPER
07/06/07
Welcher Schüler wollte nicht mal mit einer (s)einer Lehrerin was anfangen? Heute läuft im ORF die Novotny & Maroudi Folge "Prüfungsstress" und da darf Dr. Maroudi mit einer - u.a. unter der Dusche. Habe diese Folge sehr gerne gedreht - nicht nur wegen der Dusche - sondern weil sie für mich so ein Screwball Comedy Feeling hatte. Falls die Zielgruppe 12-29 auch hier ist, hier ist die Erklärung für Screwball Comedy. Und wie es immer ist, bei den wenigen Leseproben wurde trotzdem heftig gegen und für diese Folge argumentiert. Rückblickend bin ich mal selber froh, im großen und ganzen nicht zu laut und zu hektisch spielen lassen zu haben - klingt das irgendwie deutsch? Derzeit kommen mir fast alle Comedyformate so überdreht über den Schirm. Dazu werden viele heimische Lachsendungen in einer Studiokulisse gedreht, hätte ich diesen Overkill vor 4 Jahren so erahnt, dann hätte ich stärker darum gerauft die Zahnärzte an Originalschauplätzen zu drehen. So wie eben den Piloten. Das hat doch immer eine andere Wirkung am Schrim. Aber ich habe schon in der Schule jede Schlägerei verloren. Übrigens, in der Folge "Prüfungsstress" hat jeder der Ärzte seinen Topshot.

WER JETZT?
06/06/07
hs
Die Drogen der Internetredaktion des Senders hätte ich auch gerne. Dieser Snapshot ist eine aktuelle Info zur Sendung Die liebe Familie NG. Dort spielt der geschätzte Kollege Herbert Steinböck eine tragende Rolle. Er wird im Bild oben als Robert Palfrader beschrieben. Und Sigrid Hauser sieht auf dem Foto aus wie Harald Serafin. Naja. Mache übrigens gerne Werbung für Herbert, weil er mir oft schon und oft auch ohne Gage was gespielt hat. In einer Folge der Sendung kommen auch Haschkekse vor. Bei einer meiner (inszinierten) Folgen von "Mitten im Achten" hatten auch solche Kekse eine tragende Rolle. Allerdings wurde diese Episode vorsorglich nicht ausgestrahlt. Ich dürfte (derzeit) wahrlich ein Scheiß-Karma für meine Sendungen haben. Enjoy Herbert und Co.

DELAY
05/06/07
Habe heute in der Nacht exakt um 02:02 Uhr dieses sms des Produzenten von Rendezvous erhalten ...
rendez
Das bedeutet, der Film wird doch tatäschlich heuer noch fertig. Leider kam es durch andere Projekte, die auf dem Schnittplatz vorgezogen wurden, zu einer längeren Verzögerung bei der Post Produktion. Naja, das Schicksal arbeitet immer schon so bei mir. In der zweiten Schulklasse gewann ich bei einem Buchstabierwettbewerb einen leuchtenden Globus. Der wurde mir mit einem Jahr Verspätung zugestellt und die Glühbirne war logischerweise auch kaputt. (Der Globus übrigens nach einger Zeit auch - aus Wut). Etwa Ende der neunziger Jahre bekam ich Geld vom ORF für ein Treatment namens "Blutiges Wochenende". Ich dachte zuerst: Irrtum, die Story ist nicht von mir. Dann aber fiel es mir ein. Ich hatte 2 komma 5 Jahre zuvor für eine Serie namens "Eurocop" ein Treatment verfasst und unverlangt eingesandt. Die Freude über Geld und Auftrag war aber nur kurz, weil das Treatment samt Rechtschreibfehler gefiel ihnen, aber die Serie war klarerweise inzwischen eingestellt worden.

Gestern führte ich auch längeres Telefonat mit einem Produzenten, der mir einen Kurzfilm angeboten hat. Wir treffen uns nächste Woche mal und reden miteinander über unsere Vorstellungen vom Projekt. Warum möchte ich den Film machen? Naja, gutes Script. Mal keine sprechenden Köpfe, sondern spannende Bilder. Logischerweise gibt es wenig Budget. Aber die Geschichte ist nun mal keine Comedy und solche Angebote kommen zu mir, klarerweise - sehr selten. Bin (leider) immer besser darin ein Projekt zu verkaufen, als nur mich und das auch noch als Regisseur. Deswegen nehme vor dem Treffen natürlich meine "Leo sei einfach nur lieb" Pillen und bin auch froh darüber, endlich meinen Krimi Rendezvous fertig zu bekommen. Vielleicht wird es ja doch noch was mit einer Tatortregie (= mein Wunsch seit 15 Jahren).

AUSSER KONTROLLE
02.06.2007
...ist derzeit mein (Berufs)Leben. Habe ich mir das so vorgestellt, als ich vor 20 Jahren meiner Tante Geld klaute um mir eine Filmkamera zu kaufen um meinen ersten Schmalfilm zu drehen?

Die gute Nachricht
Vor einigen Tagen fixiert. Im Dezember dieses Jahres werde ich ein Stück des britischen Autors Ray Cooney inszenieren. Premiere ist zu Silvester. Das Stück trägt den Titel "Out of Order". In einem Artikel beschreibt der Autor sein Stück als Farce und "...die Farce beschäftigt sich mit ganz normalen Menschen, die versuchen, mit einer exzentrischen Situation fertig zu werden. Deshalb ist die Reaktion des Publikums um so stärker, je realistischer und ehrlicher das Stück und seine Aufführung sind." Na, das fügt sich doch ganz gut in mein Gesamtwerk und Leben ein. Freue mich auf die Arbeit, sobald ich mehr darüber schreiben kann, werde ich es auch machen. Mal sehen wer mitspielt und so. In Vorbereitung ist auch das neue Stück von Fritz und mir. Derzeit wird seitens der Produktion noch mit möglichen Darstellern gesprochen. Premiere sollte im Oktober oder November dieses Jahres sein. Es wird der zweite Teil einer geplanten Trilogie über Klaustrophobie. Der erste Teil ist ja 4 nach 40 und das läuft nun seit etwa zwei Jahren und bisher hatte es ca. 40.000 Besucher. Hätte ich mir nie gedacht, aber da haben wir den Zeitgeschmack getroffen und es war auch gut, das Stück so zu machen, wie es Fritz und ich sahen. Am Theater geht es halt auch leichter ohne Kompromisse zu arbeiten. Zwei Theater aus Deutschland haben an dem Stück interesse angemeldet.
Die dunkle Seite
Derzeit leider nichts wirklich neues bei der Fußballserie. Buch Nummer 4 ist beim Redakteur abgegeben worden. Das Script kam beim Produzenten sehr gut an. Inhaltlich auch. Das letzte Buch der Serie habe ich gerade in Arbeit. I hope I tipp es ned umsonst. Im philosophischen Sinne. Wie man hörte, muß der geplante Sender einige Millionen einsparen. Ich hoffe das Projekt überlebt, auch weil derzeit heimische Serien nicht besonders gut laufen und ich ja auch mit einer noch im Fernsehen so recht und schlecht vertreten bin. Aber die anfänglich extrem ausgelassene fröhliche Stimmung für das Kicker Projekt: "Leo, das wird sicher passieren" ist einer mehr nüchternen - man meldet sich nur mehr im Notfall bei mir - Stituation gewichen. Co Autor Robert und ich sind zwar kurzzeitig doch geknickt gewesen, man ist ja auch nur Autor, aber wir bringen die Bücher mit aller kreativer Kraft und Lust zu Ende. Und hoffen auf den Finaleinzug. Trotzdem stelle ich mir die Frage...
... was ist schieße ich als nächstes?
lb
Die letzten zwei Jahren brachten zwar große Fernshegeschichten, aber die haben mir viel Energie gekostet, weil Erwartungshaltung und Kompromiss ein ständiger Begleiter waren. Mein Bedürfnis nach neuen Projekten mit mehr exkeutieren statt dirgieren Feeling hält sich in Grenzen, obwohl mein Konto als erster "greif zu du Idiot" schreien würde. In den nächsten Tagen werde ich mal ein geplantes Webprojekt mit Alex, Güntschi und Co vorbereiten. Ein ernsthafter Start im Web ist zwar erst für das kommende Frühjahr geplant, aber im Herbst wollen wir erste bewegte Bilder als Anheizer online stellen. Güntschi macht die Bücher, Alex wird sich um die Tagesregie kümmern und ich bin derzeit dafür am "casten" auf meine Art. "Hallo, ich habe wie immer vorerst kein Geld um dich zu bezahlen, aber ich möchte dich einladen folgenden Charakter in diesem Projekt zu spielen." Diese Dame habe ich gerade für das Webprojekt an der Angel und versuche sie dafür auch an Land zu ziehen. Ja, das Gesicht wurde von mir unscharf gemacht, sie hat nicht so eine fettige Haut.
lb
Letztens hat mir ein Martin aus München ein (gefördertes) Kurzfilmprojekt als Regisseur angeboten. Wie realistisch das tatsächlich wird, wird sich bei einem Treffen mit den Produzenten in den nächsten Wochen zeigen. Das Script liest sich gut. Und dann unternehme ich ja derzeit wieder einen kraftvollen neuen Versuch die böse Landgeschichte "Grammelfleisch" als "Low or No Budget" Film auf die Reihe zu bekommen. Einige Darsteller die das Script in den letzten Tagen gelesen haben, sind (und das ist ein wenig Balsam auf die Seele) begeistert über das Buch. Das hat zwar Robert Mohor geschrieben, aber den Erfolg dafür heimse ich ein. (Robert, steht in unserem Vertrag unter Diverses). Für dieses Projekt plane ich als nächstes eine Leseprobe mit dem möglichen Cast sowie eine ausführliche Locationsuche mit Robert, dem Kameramann. Robert, der Autor - geht in diesem Augenblick (nicht wahr Robert?) das Script nochmals durch, strafft es und ändert noch die eine oder andere Unebenheit. Hoffe ich komme bei dem Projekt nicht mit den Roberts durcheinander...
lb
lb
lb
Zum drüberstreuen auch zwei einstige Darsteller unserer allerersten echten Ethnofernsehcomedy aus Österreichs getroffen. Wir entschieden dann auch spontan, ein längeres Interview mit den Beiden in naher Zukunft zu machen. Über ihre Rückkehr vom Schirm ins "normale" Leben. Hier ein kleines Video mit den zwei. Blödlen ala Baha und Mehmet in Unkürrekt vor etwa drei Jahren.



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