JÄNNER.2008

(27/01/08)
Hier ein bewegter Storyboardclip für das Projekt "WILHELM ZEHNER - ein General gegen Hitler". Die Dokumentation läuft Ende März in der ORF Reihe MENSCHEN & MÄCHTE. Die selbstgebastelte, animierte Spielszene zeigt wie die Frau des Generals ihren Mann tot auf den Boden im Salon ihrer Wohnung findet. Anwesend sind neben einen Dienstmädchen auch zwei Gestapo Beamte. (Habe die Feinheiten des Storyboardprogramms nicht wirklich ausgereizt, deswegen sehen die Figuren auch geklont aus, aber als Drehgrundlage funktioniert dieser Previewz sehr gut.)



Morgen ist dann der dichte Drehbeginn. Dann setze ich diese Szene mit Darstellern hoffentlich spannend um. Alexander Kleinszig (mein Regiebuddy) versucht während der kommenden 3 Drehtage ein Making of mitzudrehen. Möge der Steadyshot mit ihm sein. Also, bewegte Hintergrundbilder (und sicher auch ein neues durchgeknalltes Alex & Leo Setvideo) gibt es dann in den kommenden Tagen.

(22/01/08)
Mein neues Fernsehprojekt ist die Inszenierung der Spielszenen für eine ORF Dokumentation über GENERAL ZEHNER, der im April 1938 den Tod fand. Bis heute ist nicht (endgültig) geklärt ob er durch Selbstmord oder Mord ums Leben kam. Er war ein entschiedener Gegner des National-Sozialismus. Wilhelm Zehner wird von Burgschauspieler Peter Matic gespielt, der unter anderem auch der Synchronsprecher von Ben Kingsley ist. Ein kleines Spiel des Schicksals. Bei der letzten Theaterarbeit durfte ich mit der deutschen Stimme von Harrison Ford, Wolfgang Pampel zusammenarbeiten.
General Zehner Storyboard
Oben ein erstes Storyboardbild. Man muss sich die grauen Anzüge wegdenken. Die Männer tragen in dieser Szene Uniformen des österreichischen Bundesheer. Das (amerikanische) Storyboardprogramm hat aber keine BH Uniformen als Zubehör, nicht mal welche von Krauts. Also Leo goes Kriegsfilm. Das Projekt ist natürlich keine Komödie, aber hier drei Filmbeispiele, die mir als Genreparodie immer sehr gut gefallen haben. Nummer Eins: "Dr. Seltsam" von Stanley Kubrick. Herrlich überdreht.



Nummer Zwei: "To Be or not to Be" natürlich die Mel Brooks Version. Hier der "Titel Song."




Und Drei: "1941" von Steven Spielberg. Als Film nicht ganz überzeugend, aber John Belushi ist großartig. Enjoy all them.



(21/01/08)
Hier ist das neueste Setvideo von second.unit. Gedreht in einer Castingpause meines neuen TV Projektes (darüber schreibe ich demnächst ausfühlich). Und wie immer schwöre ich, weder beim Drehen noch beim Schnitt waren irgendwelche andere Drogen außer Kaffee im Spiel. Kann aber auch nur von mir sprechen.



Einige Facts zum Setvideo: SECOND.UNIT nennen sich Alex und Leo bei manchen gemeinsamen Projekten. SCHLAFLOS/FERDINANDO sollte ein 15 minütiger Comedypilot werden. STEALING KARL wird ein halbstündiger Kurzkrimi (in der Tradition der heutigen skandinavischen Krimis), den wir ab/im März 2008 u.a. mit Gery Seidl, Alexander Jagsch, Doris Hindinger, Bettina Soriat und anderen drehen wollen. Der Song stammt aus dem Theaterstück DAS IST DIE HÖHE.

(20/01/08)
Sch*** Betriebssystem dieses Vista. Unerwarteter Totalabsturz und somit die letzten Tage den (berufsbedingten) wichtigen Laptop neu aufgesetzt und deswegen so lange keine neuen Webeinträge. Beim Crash leider viele Daten (u. a. von einigen Schnittprojekten, die ich endlich fertig haben w(s)ollte) verloren. Der TV Comedypilot mit dem Arbeitstitel "Schlaflos", wurde jetzt vom Sender abgelehnt. Thats Business (obwohl ich natürlich durchaus das Geld brauchen könnte, aber wer nicht.)

Okay, für den Moment macht mal die aktive Komödienarbeit im Fernsehen wieder Pause. Der letzte Job namens "Wir sind Kaiser" ging mit sehr guten Quoten zu Ende. Neues ist derzeit nicht spruchreif geschweige den drehfertig. Und wie immer in diesen Fernsehpausen halt wieder volle Konzentration auf meine dahinsiechende, kriechende Filmkarriere. Manchmal glaube ich es kaum, aber es ist so schwer als Fernsehregisseur eine Filmregie zu bekommen, das ist eine andere Welt. Bleibt bis zum großen Kinofilm nur das Selbermachen. Das Script für den nächsten Kurzkrimi namens "Stealing Karl" (wird mein bislang bester Kurzer, ich schwöre es Euch) wird noch mal ordentlich poliert.

Und es bleibt auch mehr Zeit um mir schon mal Darsteller für die beste österreichische Kinokomödie seit Mein Vater, der Affe und ich zu suchen. Trotz dem noch fehlendem Drehbuchs (bei vielen Filmen wäre dies oft sogar besser) bin ich aber schon mal einer Besetzung auf den Fersen, welche die größten Lacher auf ihrer Seite haben. Etwa möchte ich den William James Murray (a.k.a. Bill Murray) des heimischen Humors für mein komisches Kinodebüt (lt. Tischerlrücken dürfte der Startermin im Jahr 2011 liegen) gewinnen. Eine kleine Frage für mich - eine große für den heimischen Kinobesucher ...



Oh mein Gott, es ist schon wieder so spät/früh ... Guten Morgen.

(13/01/08)

Die letzte Woche war für den alten Mann etwas anstrengend. Am Dienstag brav eine Theaterpremiere absolviert. (Das habe ich zwar schon öfters erwähnt, habe aber noch einige Probenfotos, die ich noch nicht in diesem Blog verbraten habe. Mehr Probenfotos hier ... ) Bei der Premierenfeier, trotz Anfrage, den Seitenblicken kein Interview gegeben. Wer will schon hören, was ich über ... denke. Dafür vor laufender Kamera Robert Mohor innig auf den Mund geküsst = eine Anzahlung für sein Krimiscript STEALING KARL, das er gerade für second.unit tippt. Robert Mohor hat übrigens einen tollen Spitznamen für mich gefunden. Weil in meiner Boulevard Inszenierung erstmals ein nackter Männerpopsch am Gloriatheater für Sekunden aufblitzt, nannte er mich den "Schlingensief von Floridsdorf." Alex und meine Person (=second.unit) werden nun definitiv ab März sein Script zu drehen beginnen. Länger möchte ich diesen (überangekündigten) Kurzfilm vor mir nicht herschieben. Irgendwie wird/muß es mir gelingen Geld zum Leben auf die Seite zu schauffeln, das ich ihn mir (zeitlich) leisten kann. Sollte ich deswegen meine alten Simplsketche auf ebay verkaufen, oder doch das Sexvideo mit mir und ... ?
AUSSER KONTROLLE
Während der vergangenen Woche mit Alex und Max auch meinen (ersten) Comedypiloten 2008 fertiggestellt. Mehr darüber in den nächsten Tagen. Irgendwie habe ich das Gefühl, heuer könnten noch zwei oder drei TV Piloten dazu kommen. Mehr darüber im Laufe des Jahres. Am Ende der Woche noch bei einem Casting nach der besten Besetzung, für einige historische Spielszenen, eines Dokumentarfilms gesucht. Darüber mehr bereits in den kommenden Tagen.
CASTING
In den Wartezeiten beim Casting noch länger mit einem alten Freund geplaudert, der schneidet gerade seine neue Serie und bereitet das dritte Soloprogramm vor. Vielleicht, wenn es mir die Zeit erlaubt, mache ich über seine letzte Probenwoche einen etwas anderen Dokumentarfilm. Verboten hat er es mir nicht und da ich jedes Haar an ihm kenne (und umgekehrt - aber im platonischen Sinne) denke ich, es könnte was spannendes dabei rauskommen. Abends sah ich dann erstmals eine Folge der bislang dümmsten deutschen Comedykastrophe betitelt mit "iTEAM". SAT.1 schafft es tatsächlich die außergewöhnliche britische Sitcom it crowd extrem unlustig, unoriginell und billig nachzudrehen. Gute böse Statements zu der Serie sind hier und hier sowie hier unbedingt zum nachlesen. Um diesen faden Fernsehkäse zu verdauen, machte ich mir gleich einen Toast. Allerdings war ich so fahrig von dem Fernsehgenuss, dass mir der echte Käse nicht so recht aus der Packung wollte.



Mehr und andere Geschichten in den nächsten Tagen. Bis dann ...

(11/01/08)
Gestern, so gegen Mitternacht, war der (Haupt) Schnitt des Comedypiloten fertig. Drei Tage lang argumentierten zwei Regisseure, der Hauptdarsteller sowie ein Cutter für ihre Ideen und gegen die anderen. Am Ende gewann natürlich die Zeit. Der Haupterzählstrang musste gestern fertig sein. Dafür das wir ein neu zusammengewürfeltes Team waren, haben wir uns eh recht gut verstanden bzw. (mit den Material) geschlagen. Der einzige echte Nervtöter war nur der Baulärm rund um den Schneideraum. Eine Oper hätten wir bei dem Lärm nicht schneiden können.
im Schnittraum
Ob wir die besten Szenen raus- statt reingeschnitten haben, wird sich nächste Woche zeigen. Dann sehen die Entscheidungsträger den Comedypiloten und wir entweder einen Auftrag oder halt Nichts.

(07/01/08)



Und wieder mal der Versuch von Alex und mir ein lockeres Setvideo zu gestalten.(04/01/08)
Drehteam
Auch am zweiten Drehtag des Comedypiloten war es zu kalt. Eiskalt erwischt auf dem Foto oben habe ich Andreas vom Ton und Robert an der Kamera. Man schaut immer erschrocken drein, wenn man unvermutet ins Bild rutscht. Vermummt wie ein Polarfilmer ist mein Regie Buddy Alexander. Wenn mir die Finger eingefroren waren, hat er die B-Kamera bedient und umgekehrt.
Alexander
Aufnahmeleiter Philipp rast auf einem Requisit Baujahr ca. 60er Jahren am Set herum.
Moped
Leo filmt Leo in der Überwachungskamera der Raststelle. Auch ein nettes Hobby, oder?
Überwachungskamera
Heute folgt der letzte Drehtag, da treiben wir uns auf einer Nachttankstelle am Wiener Gürtel herum. (Wie ihr schon richtig vermutet habt, spielt das Format nur in der Nacht.) Nächste Woche wird der Pilot geschnitten und mitte Jänner dem Sender übergeben. Und dann ... mal abwarten.
Staging "Wir sind Kaiser"
Die neueste Folge von der Comedy "Wir sind Kaiser" schlug sich gestern Abend im TV sehr gut. Wir haben sowohl C.S.I. (kann ich persönlich nimmer sehen) und Dr. House hinter uns gelassen und wurden Tagessieger. Natürlich freuen wir uns darüber und meine Weltkarriere in Österreich kann jetzt endlich losfetzen. Leo am Boden bleiben, aber ich hoffe klarerweise, dass ein neues Serienprojekt in den nächsten Wochen ein Go bekommt.

(03/01/08)

Hafen
Gestern bei tiefen Temperaturen mit den Dreharbeiten zu einem neuen (kurzen) Comedypiloten begonnen. Im Hafen von Ennsdorf drehten wir für die Intro einige Szenen auf diesem Schiff. Es war - saukalt. Aber tolle Location, die muss ich mir für einen Krimi merken. Die Crew auf dem Schiff war freundlich, nur mit dem Hafenmeister haben wir es uns verscherzt. Weil wir nicht gleich nach unserem Eintreffen zu ihm gingen, um ihn die Hand zu schüttelten oder tiefe Zunkenküsse mit ihm auszutauschen, unterbrach er fuchsteufelswild die Dreharbeiten. "Was dreht ihr da? Wer seid ihr, warum sagt keiner Hallo zu mir?!" Typisches Portierverhalten nach dem Motto: "Der wahre Chef bin ich!" Ich habe mich auf der Heimfahrt dann so geärgert, weil ich Depp meine Backstage Kamera abgeschaltet habe und den Wortwechsel nicht mitfilmte. Die Kälte hat meinen natürlichen Comedy-Dreh-Instinkt eingefroren. Heute folgt Drehtag zwei, nachts auf einer Raststation.
(01/01/08)
Keine Arbeitspause. (Obwohl ich gerne eine hätte, das sei auch angemerkt.) Hüpfe von einem erledigten Theaterstück nun in den nächsten TV Piloten. (Wollte mir eh mehr Vorlauf rausschinden, aber manchmal muss es beim Fernsehen schon gestern fertig sein.) Aber bitte kein hastiger Neid, auch die kommenden Drehtage machen mich nicht reich. Vielleicht mal glücklich, aber auch nur wenn das Projekt in Serie geht. (Gebe mir wie immer die allergrößte Mühe den Piloten nicht zu verschandeln.) Nur manchmal frage ich mich wirklich, wie schaffen es andere mit weniger Projekten, mehr am Konto zu haben? Im letzten Jahr wirklich einiges gemacht. Aber das Einzige, was man sich von mir nicht und nicht ansehen kann, ist immer wieder mein aktueller Kontoauszug.

Womit belästige ich ein geneigtes Publikum in den nächsten Wochen? Meine aktuelle Boulevard- Inszenierung AUSSER KONTROLLE wird bis Ende März in Wien gespielt.
Ausser Kontrolle
Der Kaiser hat noch zwei Termine im Jänner auf ORF 1 in der Donnerstagnacht.
Robert Palfrader
Die Sozialkomödie von Fritz Schindlecker (Buch), Marque (Musik) und mir (Regie) mit dem bezeichnenden Titel DAS IST DIE HÖHE kommt wieder auf die Bühne. Mit dabei Josei Prokopetz, Gery Seidl und Doris Hindinger. Die Choreographie stammt von Bettina Soriat.
DAS IST DIE HÖHE Ensemble
Und Heilbutt & Rosen spielen sowohl CHROMOSOMENSATZ XY UNGELÖST als auch den ANGRIFF DER RIESENAMEISEN.
Heilbutt & Rosen
2008 wird mir hoffentlich nicht nur Lustiges bringen, zumindestens was meine Projekte betrifft. Nicht dass ich der Komödie abschwören möchte, aber öfters auch mal was Gegenteiliges zu inszenieren würde mich freuen. (Es liegt ja die Komödie und die Tragödie sehr nahe beisammen, weis ich aus eigener Erfahrung. Oft natürlich auch unfreiwillig. Auch das habe ich schon erlebt.) Ende Jänner wird es wieder mal was Ernstes geben. Da drehe ich für eine ORF-Dokumentation die Spielszenen. Die Dokumentation behandelt das Leben des österreichischen Militaristen und Gegner des National-Sozialismus Wilhelm Zehner, der knapp vor dem Anschluss an Deutschland im April 1938 unter nie ganz geklärten Umständen verstarb. Nach einem Kaiser habe ich nun einen General vor der Optik. Ein Drehort wird die Wiener Maria-Theresien-Kaserne, dort habe ich meinen Präsenzdienst, bei der Garde, absolviert. Vor 28 Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich eines Tages mit einer Filmkamera in diese Kaserne zurückkehren werde.
PRO 7 Serie VOLLES HAUS
Oben das erste Foto der deutschen Version der holländischen Serie "Samen". Habe es im Web entdeckt. Im ORF wurde die Serie unter dem Titel "Mitten im Achten" gedreht. Dem Bild nach zu urteilen haben die Kollegen von PRO 7 das Format wahrscheinlich mehr als Comedy gedreht, auch die Regie Kollegen kommen fast alle von der Comedyfront. Hierzulande durften wir nicht als Sitcom inszenieren, obwohl die Dramaturgie und Scripts das eigentlich verlangt hätten. Mit (leider) bekannten Erfolg. MI8ten kam nie aus den Startlöchern und wurde (zu früh, ja ich bin dieser Meinung) abgesetzt. Weil es halt nicht funktioniert kann, wenn man Fußball mit den Regeln von Handball spielt.

VORMONAT

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