KLAUSTROPHOBIE TRILOGIE.teil zwei. StarringGery Seidl und Doris Hindinger und Joesi Prokopetz
Nach dem 1. Teil, dem Stück 4 NACH 40, folgt nun der zweite Teil der Klaustrophobie-Trilogie von Leo BAUER (Regie) und Fritz SCHINDLECKER (Autor). Die Songs komponierte der mehrfache POP Amadeusgewinner MARQUE.
Die Choreografie stammt von Bettina Soriat, die Kostüme von Zizi Lehner und die Maske entwarf Monika Krestan.Härter, realistischer, ehrlicher.
TV BERICHTE
PROBENVIDEO
Musikclip "Halt mich fest" KOSTÜM & MASKENPROBE Etwas was jeder Darsteller mag. Anprobieren,rumsitzen und aufsetzen. UPS ( 29/09/07)
Ein kleiner Probenunfall. Enjoy.
ERSTE TANZPROBE (27/09/2007)
Heute erstes Song Staging für das neue Theaterstück "Das ist die Höhe." Doris + Gery wurden drei Stunden lang von Bettina Soriat mit ihren Anweisungen durch den Proberaum gejagt. Am Ende des Tages konnte ich Gery nur mit Mühe davon abhalten, sich nicht für Dancing Stars 4 zu bewerben.
ERSTE LESEPROBE (13/08/2007)
Habe während unserer ersten Leseprobe einige meiner geliebten Nightshot Fotos gemacht. Die Leseprobe war entspannt und auch der Autor war, soweit ich es aus den Augenwinkeln mitbekommen habe, zufrieden. So und in wenigen Wochen beginnt mein Job. Woher kommen sie? Wie sagen sie den Satz? Und wie oft spielen sie mit dem Rücken zu Publikum? Und natürlich freue ich mich schon auf die tödliche Frage: Wird es lustig? - Ja und/aber auch auf meine Weise. Derzeit arbeite ich an meinem visuellen Regiekonzept zu den Punkten: Bühne, Farbe oder nicht, Kostüme, Übergänge und Zuspielungen. FOTOSHOOTING (27/06/2007)
Das Shooting für das Plakat bei Lukas Beck. Wie immer, um für die Charaktere ein endgültiges Bild deren Kostüm zu haben, ist es mir zu noch früh. So ist das Outfit für das Plakat eine Mischung aus Privat und so stellen wir uns die Figur angezogen vor. Eine Frage werde ich in den nächsten Wochen in meinem Kopf nicht zulassen: "Wird es so erfolgreich wie 4 nach 40?" Das spielt für mich keine Rolle, Ein höher, schneller, weiter ist mir ein zu schlechter Antrieb. Mir muß es Spaß machen es zu machen. Ich bin halt meine eigene Spaßgesellschaft.
zurück zur Startseite STORY
Schauplatz unserer Geschichte ist der Arbeitsraum der meteorologischen Station „Fernblick“ in den österreichischen Alpen. Es ist eiskalt hier oben in 3000 Meter Höhe.
Und bald wird es noch kälter. Sozial gesehen. Denn die Station wurde vor kurzem privatisiert. Und die amerikanische Investorengruppe „Hydra“ – nicht zu verwechseln mit dem BAWAG- „Cerberus“ – will die Hälfte der Belegschaft wegrationalisieren. Im Klartext: Einer von beiden muss gehen. Die beiden, das sind Dr. Romuald Stiller
(Joesi Prokopetz) und sein junger Kollege Mag. Oliver Reyer
(Gery Seidl). Dass diese Maßnahmen im konkreten Fall den älteren Romuald treffen, dessen ist sich der neunundzwanzigjährige Oliver „hundertprozentig sicher“. Trotzdem erklärt er sich zum Schein einverstanden, als ihm Stiller ein Angebot macht: „Egal, welchen von uns beiden sie rausschmeißen wollen, der andere kündigt auch! Dann stehen sie da mit gewaschenem Hals, die Verbrecher.“ Die Kraft der Solidarität kann sich in Kürze erweisen: Die führende Hydra-Managerin Mag. Alwine Beringer, MAS,
(Doris Hindinger) will an Ort und Stelle nach eingehender Prüfung entscheiden, wen „man gehen lässt“ und wer in der Eishölle „bleiben darf“. Frau Beringer kommt drei Tage früher als angekündigt. Dafür muss sie jetzt auch länger bleiben. Denn kaum hat sie die rettende Station erreicht, rast der Jahrhundertschneesturm „Toni“ über den Alpenhauptkamm hinweg. An eine Rückkehr ins Tal ist in absehbarer Zeit nicht zu denken…. Zwischen Himmel und Erde bahnt sich eines der härtesten Sozial- und Psychodramen an, in das jemals Meteorologen auf einer Theaterbühne verwickelt wurden. INFOSEITE PRODUKTION Buch/Regie INTERVIEW KRITIK (OÖNachrichten)
"Das ist die Höhe"
Das Schwert der Rationalisierung schwebt über der höchsten Wetterstation Europas, geführt von einer gewissenlosen Karriere-Tussi (Doris Hindinger) des US-Konzerns „Hydra“. Erschlägt es den lässigen Jungen (Gery Seidl) oder den meckernden Alten (Joesi Prokopetz)? Oder schlitzen sich die beiden unter lauten „Solidaritäts“-Rufen vorher gegenseitig auf? Nach „4 nach 40“ ist „Das ist die Höhe!“ der zweite Teil der „Klaustrophobie“-Trilogie von Regisseur Leo Bauer und Autor Fritz Schindlecker. Sie entführen ganz nach oben, wo die menschlichen Abgründe noch tiefer klaffen.Ihre schönen Wunschvorstellungen leben die drei in der virtuellen Welt von „Second Life“ aus. Auf die Bühne gebracht in Form von Musikeinspielungen, am Ende etwas überstrapaziert.Trotz böser Spitzen, die die Realität punktgenau treffen, birgt „Das ist die Höhe!“ mehr Schrecken als Lachen. (Julia Evers)
KRITIK (kleinundkunst) Es tun sich allerhand seelische und letztendlich auch physische Abgründe auf, wenn zwei Generationen Wissenschafter in Gestalt der beiden Meteorologen Romuald Stiller - gespielt von Joesi Prokopetz - und Oliver Reyer - Gery Seidl - fünf Jahre lang in der alpinen Wetterstation "Fernblick" in trauter Einsamkeit zusammen arbeiten und leben, und nur zum Duschen in die Talstation fahren können. Jetzt einmal abgesehen vom Olfaktorischen.
Zu allem Überfluß erfahren die beiden über die Privatisierung und Übernahme der Wetterstation durch die Investorengruppe "Hydra" in Gestalt eines überaus attraktiven Business-Weibes namens Alwine Beringer - dargestellt von Doris Hindinger. Und: dass einer von beiden wegrationalisiert werden muss. Was die beiden insofern überrascht, weil sie dachten, nach dem Abgang vom Kollegen Wimmer, von dem nur mehr der verwaiste Schreibtisch samt Topfpflanze und Plastikeimer zum Gießen derselben übrig geblieben ist, zumindest dieses Thema erledingt ist.
Doch Ideengeber und Regisseur Leo Bauer sowie Autor Fritz Schindlecker drehen die an sich schon ziemlich verquere Story noch um eine Dimension weiter, bringen nämlich das "2nd Life" ins Spiel und öffnen dadurch quasi einen virtuellen Jahrmarkt der diversen Avatar-Eitelkeiten mit offensichtlich ganz bewußtem Zeitfenster zur multiplen Schizophrenie.
So kommen also zu den erwarteten und mittlerweile bereits klassischen klaustrophobischen menschlichen Abgründen Missgunst, Neid, Eifersucht und Hinterfotzigkeit auch noch jene hinzu, die gut versteckt, halb verdeckt bislang ausschließlich in den tiefsten Winkeln der dunkelsten Seelenbereiche schlummerten. Mit dem tragikomischen Höhepunkt eines Duells zwischen den beiden Kontrahenten, bis dass der Tod den einen hinrafft.
Doch Bauer und Schindlecker wären nicht Bauer und Schindlecker, wenn sie gerade diesen dramatischen Höhepunkten nicht ihre bereits besten bewährten humoristischen Handschriften unterjubeln würden. Gerade dieses virtuelle Duell - Prokopetz mit einer Uzzi (israelische Maschinenpistole, Anm.d.Red.) und Seidl mit dem Laserschwert - hat den Hang zur Kultszene. Unter anderem auch deswegen, weil der alte Sprachpurist Stiller darauf besteht, es in Reimen auszutragen.
Womit wir auch bereits bei Joesi Prokopetz wären, der in der Auslebung seiner Gefühls-Wirrwarren zur schauspielerischen Höchstform aufläuft und die an sich wirklich guten Kollegen Doris Hindinger und Gery Seidl an die Wand spielt, dass es nur so rauscht oben am Berg und drinnen im 2nd Life.
Für die Musik zeichnet kein geringerer als Marque verantwortlich, er platzierte die unaufdringlichen Töne immer dann, wenn sich die Protagonisten wieder einmal im 2ten Leben trafen - hängen blieb jedoch nichts, ausser vielleicht die Erkenntnis, dass es die Musik ist, die dem Stück so etwas wie Seichtheit verleiht - aber vielleicht war genau das so gewollt.
Alles in allem ein sehenswerter, unterhaltsamer Abend mit einem überragenden Joesi Prokopetz, der sich in dieser Form sogar für höhere Weihen der Schauspielkunst ausserhalb von Kurzsketches empfiehlt. (Willy Zwerger)